7. Das Leitbild der ComputerSpielSchule

AutorInnen: Claudia Philipp, Judith Hoffmeier

Die ComputerSpielSchule Leipzig hat die Aufgabe, Medienkompetenz bei Heranwachsenden und Erwachsenen zu fördern und Eltern sowie pädagogisch Verantwortliche bei der Medienerziehung zu unterstützen. Um diese Ziele umzusetzen, werden Fortbildungen und Beratungen für Lehrende und andere pädagogisch Verantwortliche durchgeführt, zum Beispiel über die Belange des Jugendmedienschutzes.

Zudem wird dies besonders durch Bildungsveranstaltungen über digitale Medienwelten, unter besonderer Berücksichtigung des Blickwinkels der Medienkonvergenz, verwirklicht. Der Schwerpunkt hierbei liegt auf der Entwicklung von Medienkompetenz als Handlungs- und Reflexionskompetenz bei Heranwachsenden, Erziehenden, PädagogInnen und MultiplikatorInnen, um potenzielle generationsspezifische Barrieren zu überwinden, sowie Chancen und Risiken in Bezug auf Computerspiele aufzuzeigen.

Auf der Grundlage bereits entwickelter Konzepte werden zielgruppenspezifische Projekte und Workshops mit Heranwachsenden durchgeführt, um deren Medienkompetenz zu stärken bzw. zu fördern.

Die ComputerSpielSchule Leipzig führt auf der Grundlage dieser Konzepte Fortbildungen für ErzieherInnen, LehrerInnen, PädagogInnen in der Kinder‐ und Jugendarbeit sowie weitere MultiplikatorInnen in der pädagogischen Arbeit durch. Ziel ist es, den Teilnehmenden einen Einblick in die Welt der Computerspiele zu bieten und sie mit dem Medium vertraut zu machen, indem themenspezifisches Wissen vermittelt wird und Computerspiele praktisch ausprobiert werden. Das persönliche Erleben von Spielsituationen ist dabei entscheidend und wichtiger Bestandteil jeder Fortbildung.

Außerdem führt die ComputerSpielSchule Leipzig Bildungsveranstaltungen wie Elternabende oder SchülerInnenworkshops durch, um bezüglich computerspielbezogener Themen, aber auch zu weiterführenden Aspekten des Medienhandelns zu vermitteln und zu sensibilisieren.

Die tägliche Arbeit der ComputerSpielSchule liegt in der medienpädagogischen Beratung für Heranwachsende, deren Eltern und PädagogInnen. Ziel ist dabei die Förderung eines kompetenten und selbstbestimmten Handelns mit Spielen - sowohl bei Spielenden als auch bei Nicht-Spielenden. Beide Seiten sollen zusammengeführt werden, ins Gespräch gebracht werden und zum gemeinsamen Spielen angeleitet werden. Die ComputerSpielSchule bietet einen Erfahrungs- und Handlungsraum für einen Dialog der Generationen.

Die ComputerSpielSchule Leipzig arbeitet eng mit Instituten und Einrichtungen von Hochschulen sowie medienpädagogischen Institutionen zusammen. Viele Angebote der ComputerSpielSchule werden wissenschaftlich begleitet und sind Forschungsgrundlage. So werden zum Beispiel aktuelle Kenntnisse über Angebotsstrukturen und Spezifika des Spielehandelns Heranwachsender gewonnen. Auf dieser Basis wiederum werden Potenziale für die medienpädagogische Praxis und neue Fortbildungsangebote entwickelt.

Die ComputerSpielSchule Leipzig gibt WissenschaftlerInnen und ForscherInnen die Gelegenheit, wissenschaftliche Erkenntnisse auf dem Gebiet des Medienkompetenzerwerbs, der (handlungsorientierten) Medienpädagogik sowie der intergenerationellen Zusammenarbeit zu gewinnen, die dann der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden können (z.B. in Form von Abschlussarbeiten, Forschungsprojekten und wissenschaftlichen Artikeln).

Quellen